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, Seville, Andalusia

Carmona

Carmona ist ein perfekt erhaltenes Hügelstädtchen 35 km ab Sevilla mit römischer Nekropole, maurischen Mauern und einem Parador in einer Mauerfestung.

From Seville: Carmona and necropolis tour

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Quick facts

Ideal für
Römische Nekropole, mittelalterliche Mauern, Parador-Ausblicke, ruhige Geschichte
Benötigte Tage
Halber Tag bis 1 Tag
Anreise
Bus ab Sevilla Plaza de Armas, 45 Min., 3 €
Hauptandrang
Frühlingswochen-enden
Währung
EUR

Carmona ist ein Musterbeispiel für das kleine andalusische Hügelstädtchen — weiße Mauern, römische Stadttore, eine maurische Alcázar, die zum Parador umgebaut wurde, und eine Nekropole aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. am westlichen Rand. Es liegt 35 km östlich von Sevilla und empfängt einen Bruchteil der Besucher, die es verdient, hauptsächlich weil es kein einzelnes Glanzstück hat, das mit der Alcázar oder der Alhambra konkurrieren könnte.

Die römische Nekropole

Die Necrópolis Romana de Carmona ist eines der größten und besterhaltenen römischen Gräberfelder Spaniens. Über 900 Grabkomplexe wurden identifiziert, davon etwa 250 ausgegraben. Die Gräber reichen von einfachen Schachtbestattungen bis zu aufwändigen in Fels gehauenen Familienkammern mit bemalten Wänden, Mosaikböden und geschnitzten Nischen für Urnen.

Die Tumba del Elefante (Elefantengrab) ist die beeindruckendste: ein Triclinium (Speiseraum), der für Begräbnismahle verwendet wurde, mit einer Steinelephantenstatue am Eingang. Die Tumba de Servilia hat einen Garten und eine Säulenvorhalle, die direkt in den Fels gehauen wurden.

Eintritt: 1,50 € (Nicht-EU), kostenlos für EU-Bürger. Dienstag–Samstag 9:00–17:00, Sonntag 9:00–15:00. Liegt am westlichen Stadtrand, ca. 1 km zu Fuß vom Zentrum entfernt.

Geführte Tour nach Carmona und zur Nekropole ab Sevilla buchen, um den richtigen archäologischen Kontext zu erhalten — die Nekropole ist mit einem Führer erheblich reicher, der die römischen Bestattungsgebräuche und die verschiedenen Grabtypen erklären kann.

Die Altstadt

Puerta de Sevilla: Das wichtigste römische Stadttor. Die Alcázar de la Puerta de Sevilla (die karthagische Festung, auf der die Römer bauten und die die Mauren anschließend veränderten) kann für Dachterrassenblicke bestiegen werden. Eintritt 2 €.

Plaza de San Fernando: Der Zentralplatz, wo das Barock-Ayuntamiento einen großen römischen Mosaikboden enthält, der durch eine Glasscheibe im Eingangsbereich sichtbar ist. Kostenlos.

Prioral de Santa María de la Asunción: Die Hauptkirche, auf dem Gelände einer Moschee erbaut. Der Patio de los Naranjos (Orangenbaum-Innenhof) stammt aus der maurischen Zeit. Eintritt 4 €.

Alcázar del Rey don Pedro: Die Klippenfestung, jetzt der Parador de Carmona. Auch wenn man nicht übernachtet, bietet die Terrasse der Parador-Bar außerordentliche Ausblicke über die Sevillaner Ebene. Kaffee und Aussicht: 3–4 €.

Anreise ab Sevilla

Mit dem Bus: ALSA betreibt Verbindungen vom Sevillaner Busbahnhof Plaza de Armas nach Carmona. Fahrtdauer ca. 45 Minuten, 3–4 €. An Werktagen fahren Busse häufig.

Mit dem Auto: 35 km über die A-4, ca. 35 Minuten. Parken in Carmona ist im Bereich des Römertors unkompliziert.

Kombinierte Reise: Der kombinierte Tagesausflug Córdoba, Mezquita und Carmona ab Sevilla besucht sowohl Carmona als auch Córdoba an einem geführten Tag — eine lange, aber effiziente Kombination.

Wo essen in Carmona

El Molino de la Romera (Calle Sor Ángela de la Cruz 8): Eine alte Olivenmühle, die in ein Restaurant umgewandelt wurde. Andalusische Klassiker — Salmorejo, Wild-Eintöpfe, Presa ibérica. Tagesmenü ca. 14 €.

Bar Goya (Plaza de San Fernando 8): Unkomplizierte Tapas-Bar am Zentralplatz. Ausgezeichnete Berenjenas con miel (frittierte Auberginen mit Honig und Zuckerrohrsaft) — ein klassischer andalusischer Tapa. Budget 10–15 € für das Mittagessen.

Carmonas römische und maurische Geschichte

Carmona (römisch: Carmo) war eine der wichtigsten römischen Städte in der Provinz Baetica. Es lag am Kreuzungspunkt der Straßen von Gades (Cádiz) nach Emerita Augusta (Mérida) und von Hispalis (Sevilla) nach Corduba. Das Stadttor Puerta de Sevilla (ursprünglich römisch, von den Mauren verändert) ist eines der besterhaltenen römischen Stadttore Spaniens, mit karthagischen Fundamenten darunter.

Die maurische Zeit (711–1247 n. Chr.) hinterließ den Festungskomplex, der heute den Parador bildet. Die Almohaden-Mauern und die Alcázar waren bedeutend genug, dass Alfons X. von Kastilien Carmona als Basis für seine Feldzüge in der Region nutzte.

Der Blick von der Parador-Terrasse: Die Altstadt liegt auf einem Sandsteingrat 248 Meter über der Ebene. An einem klaren Tag reicht der Blick über Sevilla (35 km westlich) und zur Sierra Morena im Norden.

Carmona für halbtägige oder ganztägige Besuche

Halber Tag ab Sevilla: Bus um 9:00–10:00 nehmen, römische Nekropole besichtigen (1,5 Stunden), zu Fuß zum Stadtzentrum über das Stadttor Puerta de Sevilla gehen, Mittagessen auf der Plaza de San Fernando, Nachmittagsbus zurück.

Ganzer Tag inklusive Italica: Mit dem Auto Italica (morgens, Santiponce) und Carmona (nachmittags, 35 km von Italica) kombinieren. Zwei bedeutende römische Stätten an einem Tag.

Kombiniert mit Córdoba: Die organisierte Córdoba-und-Carmona-Tour meistert beide an einem Tag, wobei die Mezquita am Morgen und Carmona auf dem Rückweg Priorität haben.

Wo übernachten in Carmona

Parador de Carmona (Alcázar del Rey don Pedro): Der Festungs-Parador ist die einzige echte Luxusoption. Zimmer ab 130–200 €/Nacht.

Casa de Carmona (Plaza de Lasso 1): Ein Palast aus dem 16. Jahrhundert, der zu einem kleinen Hotel umgebaut wurde. 34 Zimmer, Swimmingpool. Ab 110–160 €/Nacht.

Die römische Nekropole im Detail

Die Necrópolis Romana ist in ihrer Erhaltung außergewöhnlich. Die Einäscherung war die übliche römische Praxis durch den Großteil des 1.–2. Jahrhunderts n. Chr. Das Carmona-Nekropoleum spiegelt diese Epoche wider: Aschenurnen in geschnitzten Nischen, aufwändige Steinsarkophage für wohlhabendere Familien und komplexe Mehrraumgrabkammern.

Die Tumba del Elefante: Der größte und architektonisch aufwändigste Komplex. Er umfasst ein Triclinium, ein Vestibül mit einem geschnitzten Brunnen, in den Fels gehauene Schlafgemächer und die Elephantenstatue am Eingang. Die Schnitzqualität deutet auf eine wohlhabende Familie aus der julisch-claudischen Zeit (1. Jahrhundert n. Chr.) hin.

Die Tumba de Servilia: 900 Quadratmeter ausgegrabener Raum. Ein monumentaler Eingang mit vier Säulen, ein zentraler Gartenhof und ringsum angeordnete Räume — im Wesentlichen ein Kolumbarium, das wie ein Luxusrömerhaus aussieht.

Das Museum am Nekropoleneingang hat eine bescheidene, aber lohnenswerte Sammlung: Begräbniskeramik, Glasunguentarien (Parfümfläschchen), Münzen und in den Gräbern gefundene persönliche Gegenstände.

Praktische Details

Transport ab Sevilla: ALSA Grupo betreibt Busse ungefähr alle 30–60 Minuten an Werktagen (weniger am Wochenende) vom Busbahnhof Plaza de Armas. Fahrtdauer: 45–55 Minuten. Letzter Bus zurück von Carmona: Fahrplan prüfen, normalerweise um 21:00–22:00.

Öffnungszeiten der Nekropole: Dienstag bis Samstag 9:00–17:00, Sonntag 9:00–15:00, montags geschlossen. Öffnungszeiten verlängern sich im Sommer auf 19:00. EU-Bürger kostenlos; Nicht-EU 1,50 €.

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